Was gehört nicht ins Klo?

Vieles, was im Abwasser landet, stellt für den Betrieb und den Unterhalt des Kanalnetzes ein Problem dar und kann ernsthafte Störungen im biologischen Reinigungsprozess einer Kläranlage hervorrufen. Nicht ins Klo gehören:

Kondome, Tampons, Hygieneartikel, wie Watte, Wattepads und Wattestäbchen sowie Zahnseide, Haare, Wegwerfwindeln, Rasierklingen, Speisereste, Katzenstreu usw. Sie belasten die Kanalisation, führen zu Ablagerungen, sind die Ursache von Verstopfungen und gehören deshalb in den Hausmüll.

Öle und Fette... verklumpen in der Kanalisation mit den Grobstoffen, die das Abwasser mit sich führt, zu zähen Feststoffen. Einmal an den Pumpwerken abgelagert, können diese nur mit großem Aufwand entfernt werden. Derartige Ablagerungen können den biologischen Reinigungsprozess erheblich stören.

Chemikalien und alte Arzneimittel... sind in entsprechender Dosis für alle Lebewesen tödlich. Die Mikroorganismen in einer biologischen Kläranlage werden durch Chemikalien und Arzneistoffen im Abwasser erheblich in ihrer Funktion gestört. Daher sollten Chemikalien und Medikamente im Sondermüll entsorgt werden oder an der Verkaufsstelle zurückgegeben werden.

Phosphate... können das Wachstum von Algen beschleunigen, wenn sie in stehende Gewässer gelangen. Durch vermehrtes Algenwachstum wird das biologische Gleichgewicht des betroffenen Gewässers erheblich gestört. Greifen Sie daher besser auf phosphatfreie Reinigungsmittel zurück. Seit 1987 ist in Deutschland der Phosphat-Gehalt in Waschmitteln per Gesetz begrenzt, was allerdings nur Textil- nicht aber Geschirrspülwaschmittel betrifft.