Was kostet Wasser

Warum sind Trinkwasserpreise regional unterschiedlich?

Unterschiedliche Wasserpreise entstehen daher, dass der Arbeitsaufwand zur Bereitstellung des Trinkwassers längst nicht in allen Regionen der gleich hoch ist.

Was den Wasserpreis beeinflusst:

Siedlungsstrukturelle Faktoren

In dicht besiedelten Gebieten wie dem Ruhrpott muss häufig mehr Wasser bereitgestellt werden, als vor Ort verfügbar ist. Deshalb muss dort Wasser aus dem Umland zugeführt werden, wofür längere Leitungssysteme notwendig sind – deren Installation und Wartung verursachen mehr Kosten, als wenn nur ein lokales Leitungsnetz betreut werden muss.

Geologische Faktoren

Sind lokale Vorkommen mengenmäßig nicht ausreichend oder in nicht ausreichender Qualität vorhanden, muss auf kostenträchtigere Wasserressourcen (z. B. Oberflächenwasser) oder auf weiter entfernt liegende Wasservorkommen zurückgegriffen werden. Während Grund- und Quellwasser teilweise ohne aufwendige Aufbereitung zur Trinkwasserversorgung genutzt werden kann, ist die Verwendung von Oberflächenwasser immer mit höheren Aufbereitungsosten verbunden.

Geographische Faktoren

Der Energieverbrauch von Wasserversorgungsunternehmen wird insbesondere durch die Höhenlage bzw. die Netztopographie beeinflusst.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Trinkwasserverordnung legt strenge Grenzwerte für Stoffe im Trinkwasser fest. Um diese Grenzwerte einzuhalten, müssen die lokalen Wasserversorger das Rohwasser unterschiedlich stark aufbereiten. Die Qualität des Rohwassers hängt von den regionalen Besonderheiten ab. Je aufwändiger die Aufbereitung des Rohwassers ist, desto teurer wird die Bereitstellung von Trinkwasser. Beispiel: Uran kommt in einigen Gebieten Deutschlands natürlich auch im Wasser vor. Wasserversorger müssen dann durch aufwändige Filteranlagen Uran aus dem Rohwasser entfernen.

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