Wasserhärte was ist das eigentlich?

Die Härte des Wassers, hängt von dem Gehalt an Calcium- und Magnesiumverbindungen ab. Je höher der Gehalt ist, desto härter ist das Wasser.

Ursache für die unterschiedlichen Härtegrade ist die Zusammensetzung der Bodenschichten im Trinkwassergewinnungsgebiet. Je nach Region nimmt das Wasser unterschiedliche Menge an Mineralstoffen auf. In Gebieten mit Sandstein, Basalt und Granit ist mit weicherem Wasser zu rechnen als in Gebieten mit gips-, kalk- oder dolomithaltigen Böden.

Weiches oder hartes Wasser - was ist besser?

Weiches Wasser ist günstiger zum Gießen von Zimmerpflanzen und für alle Nutzungen, bei denen das Wasser erhitzt wird. Beim Wäschewaschen wird außerdem weniger Waschmittel benötigt, da die Waschkraft bei einem niedrigen Mineralstoffgehalt des Wassers höher ist. Nachteilig ist jedoch, dass sich bei Waschmitteln viel Schaum bildet und sich die Seife z.B. beim Händewaschen schlecht entfernen lässt.

Hartes Wasser kann zu unschönen Kalkrändern im Waschbecken und zu unerwünschten Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten führen. Es erhöht den Verbrauch von Spül- und Waschmitteln und kann den Geschmack und das Aussehen empfindlicher Speisen und Getränke, wie zum Beispiel Tee, beeinflussen. Aus medizinischer Sicht betrachtet, enthält hartes Wasser jedoch mehr von den wichtigen Mineralien Calcium und Magnesium.

Ob hartes oder weiches Wasser besser ist, lässt sich also nicht pauschal beantworten.

Übrigens: Die Wasserversorgungsunternehmen sind verpflichtet, den Härtebereich des Trinkwassers mitzuteilen. In der Regel finden Sie die Information in der jährlichen Wasserabrechnung. Das Wasser in Sachsen und Thüringen entspricht meist dem Härtebereich 1 (weich) - 2 (mittel).

Kalkablagerungen verhindern

Vor allem an Heißwassergeräten kann hartes, kalkhaltiges Wasser zum Problem werden. Wird das Wasser erwärmt, entsteht je nach Wasserhärte Kalk- oder Kesselstein. Vor allem eine Erhitzung auf mehr als 60 °C begünstigt das Entstehen unschöner Kalkablagerungen. Abhilfe kann hier schaffen, die Warmwasserspeicher möglichst auf Temperaturen bis 60° C oder auf die Energiesparstufe zu stellen.

Um zu verhindern, dass sich an Heizstäben von Wasch- oder Geschirrspülmaschinen Kalk ablagert, muss das Wasser enthärtet werden. Bei der Waschmaschine kann man das ganz einfach erreichen, indem man das Waschmittel entsprechend dem Härtebereich und der auf dem Waschmittel angegebenen Menge dosiert, denn Waschmittel enthält meistens einen Enthärter. Bei Geschirrspülmaschinen kann  Regeneriersalz Kalkablagerungen verhindern.

 

Unser Tipp:
Kalkablagerungen an Armaturen, Spülbecken und Haushaltsgeräten lassen sich ganz einfach mit Zitronen- und Essigsäure bzw. Essigreiniger entfernen.

Tipps für Gärtner und Pflanzenliebhaber

Auch für Pflanzen ist das Wasser die Lebensgrundlage. Doch auch hier gilt: Wasser ist nicht gleich Wasser. Mit einfachen Tricks können Wachstum und Aussehen der grünen Pracht effektiv unterstützt werden:

  • Gießen kann man mit ganz normalem Leitungswasser, das jedoch vor dem Gießen abstehen sollte - nicht zuletzt, um Zimmertemperatur anzunehmen. Eiskaltes Wasser mag nämlich keine Pflanze. Besser ist natürlich temperiertes Regenwasser, denn kalkarmes Regenwasser mögen Ihre Pflanzen noch lieber als Leitungswasser.
  • Der Rasen muss nur bei extremer Trockenheit gesprengt werden. Dies sollte nur morgens und abends geschehen, um die Verdunstung zu reduzieren.
  • Pflanzen benötigen für ein optimales Wachstum wichtige Nährstoffe und eine giftfreie Umgebung. Kalium, Stickstoff und Phosphor, die drei Hauptelemente, sind im Kaffeesatz in ausreichender Menge enthalten, zudem ist er absolut umweltverträglich, frei von Schadstoffen und dazu praktisch umsonst – da kann kaum ein anderer Dünger mithalten.
  • Eierkochwasser ist eine gehaltvolle Abwechslung für Ihre Pflanzen, denn es enthält zahlreiche Nährstoffe. Einfach abkühlen lassen und als Gießwasser verwenden. Eine wahre Erfrischung für Ihre grüne Pracht.
  • Pflanzen nehmen Wasser sowohl über die Wurzeln als auch die Blätter auf. Deshalb mögen es fast alle Pflanzen gern, wenn sie nicht nur gegossen, sondern zusätzlich ab und zu einmal abgeduscht oder mit Wasser eingenebelt werden. Hierzu ist aber nur kalkarmes Wasser geeignet. Ansonsten bilden sich auf den Blättern unschöne Kalkringe, die nicht nur die Optik stören, sondern auch die feinen Blattspalte in ihrer Funktion behindern können.

Was gehört nicht ins Klo?

Vieles, was im Abwasser landet, stellt für den Betrieb und den Unterhalt des Kanalnetzes ein Problem dar und kann ernsthafte Störungen im biologischen Reinigungsprozess einer Kläranlage hervorrufen. Nicht ins Klo gehören:

Kondome, Tampons, Hygieneartikel, wie Watte, Wattepads und Wattestäbchen sowie Zahnseide, Haare, Wegwerfwindeln, Rasierklingen, Speisereste, Katzenstreu usw. Sie belasten die Kanalisation, führen zu Ablagerungen, sind die Ursache von Verstopfungen und gehören deshalb in den Hausmüll.

Öle und Fette... verklumpen in der Kanalisation mit den Grobstoffen, die das Abwasser mit sich führt, zu zähen Feststoffen. Einmal an den Pumpwerken abgelagert, können diese nur mit großem Aufwand entfernt werden. Derartige Ablagerungen können den biologischen Reinigungsprozess erheblich stören.

Chemikalien und alte Arzneimittel... sind in entsprechender Dosis für alle Lebewesen tödlich. Die Mikroorganismen in einer biologischen Kläranlage werden durch Chemikalien und Arzneistoffen im Abwasser erheblich in ihrer Funktion gestört. Daher sollten Chemikalien und Medikamente im Sondermüll entsorgt werden oder an der Verkaufsstelle zurückgegeben werden.

Phosphate... können das Wachstum von Algen beschleunigen, wenn sie in stehende Gewässer gelangen. Durch vermehrtes Algenwachstum wird das biologische Gleichgewicht des betroffenen Gewässers erheblich gestört. Greifen Sie daher besser auf phosphatfreie Reinigungsmittel zurück. Seit 1987 ist in Deutschland der Phosphat-Gehalt in Waschmitteln per Gesetz begrenzt, was allerdings nur Textil- nicht aber Geschirrspülwaschmittel betrifft.

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