Hausinstallation

 
Wie beantrage ich einen Hausanschluss? 

 

Schon bei der Planung eines Bauvorhabens sollte der Bauherr oder der von ihm beauftragte Planer oder Architekt einen „Antrag auf Prüfung der Versorgung eines Grundstückes mit Trinkwasser“, kurz Standortvoranfrage, stellen. Dafür vorgesehene Formulare stehen auf den Webseiten Ihrer Wasserversorgersunternehmen zum Download bereit  oder werden auf Anfrage von dort zugeschickt. Dort erfahren Sie auch, welche Unterlagen und Angaben notwendig sind.

Der Wasserversorger entscheidet nun, ob ein Anschluss an das Leitungsnetz möglich ist, wo er angebunden werden kann und welche Besonderheiten zu beachten sind (z.B. Bau eines Wasserzählerschachtes, Leitungsverstärkungen u.ä.).

Stellen Sie Ihren Antrag rechtzeitig, da die sogenannte Standortvoranfrage i.d.R. Bestandteil der Unterlagen für die Baugenehmigung ist. So vermeiden Sie unnötigen Zeitdruck, da Ihr Wasserversorgungsunternehmen für die Bearbeitung eine gewisse Zeit benötigt.

Was sollten Sie bereits bei der Antragstellung beachten?

Ist geklärt, dass Ihr Bauvorhaben mit Trinkwasser versorgt werden kann, wird im nächsten Schritt der konkrete Hausanschluss beantragt. Meist macht dies der Bauherr nachdem die Baugenehmigung erteilt wurde.

Mit dem „Antrag auf Herstellung des Trinkwasserhausanschlusses“ wird die eigentliche Verlegung beantragt. Ihr Wasserversorger ermittelt dann die Trasse für den Hausanschluss, die Lage des Wasserzählers, mögliche Eigenleistungen und nicht zuletzt den konkreten Preis für den Anschluss.

Wer legt die genaue Leitungsführung fest?

Die Trasse für die Leitungen wird zwischen Ihnen und den Fachleuten des Wasserversorgers abgestimmt. Dabei müssen die örtlichen Gegebenheiten und der Baugrund berücksichtigt werden.

Bereits bei der Planung Ihres Bauvorhabens haben Sie Einfluss auf den künftigen Verlauf der Leitungen. So sollte der Hausanschlussraum möglichst nah am Anbindepunkt zum Leitungsnetz des Wasserversorgers liegt. Schon aus diesem Grunde empfiehlt sich eine frühzeitige Standortvoranfrage.

Es ist sinnvoll, einen gemeinsamen Hausanschlussraum für alle Anschlüsse vorzusehen. Der Raum muss trocken, begehbar und frostfrei sein.

Was gehört alles zur Trinkwasser-Hausinstallation?

Die Trinkwasser-Hausinstallation wird auch als Kundenanlage bezeichnet. Dazu gehören alle Leitungen und Anlagen, die hinter dem Hauptabsperrventil  liegen. Davon ausgenommen ist lediglich der Wasserzähler, der Eigentum des Wasserversorgers ist.

Der Einbau, der regelmäßige Austausch und der eventuelle Ausbau der Wasserzähler sind Aufgabe des Wasserversorgers; er bestimmt auch Art, Zahl und Größe der Wasserzähler sowie wo er angebracht wird.

Kann ich mein Haus selbst an das Trinkwassernetz anschließen?

Die Trinkwasser-Hausinstallation muss ein Installationsunternehmen durchführen, das im Installateurverzeichnis eines Wasserversorgers eingetragen ist. Nur so ist gewährleistet, dass die gesetzlichen und behördlichen Bestimmungen sowie die anerkannten Regeln der Technik (DIN 1988) beachtet werden.

Woher kommt mein Wasser während der Bauzeit?

Klären Sie bitte rechtzeitig vor Baubeginn, ob Sie  einen vorübergehenden Bauwasser-Anschluss benötigen bis ihr Trinkwasserhausanschluss fertiggestellt ist. Das sogenannte Bauwasser kann z.B. über die künftige Hausanschlussleitung oder über ein Standrohr auf einem nahegelegenen Unterflurhydranten bereitgestellt werden. Die genutzte Wassermenge wird wie beim Hausanschluss über einen Zähler ermittelt. Liegt der Anschluss im Freien, muss er in der kalten Jahreszeit unbedingt vor Frost geschützt werden. Wie die Versorgung während der Bauzeit erfolgen kann und welche Kosten dafür anfallen, erfahren Sie bei Ihrem Wasserversorger.

Was muss der Bauherr bezahlen?

Die Kosten für den Hausanschluss trägt entweder der Kunde oder das Wasserversorgungsunternehmen – je nach den  Bestimmungen (Satzung oder Anschlussbedingungen) Ihres Wasserversorgers 

Die Genehmigungen, Erlaubnisse und Zustimmungen, die für den Hausanschluss erforderlich sind, muss der Anschlussnehmer (Bauherr) jedoch in jedem Fall auf eigene Kosten einholen.

Baukostenzuschuss oder Anschlussbeitrag?

Wenn Leitungen für die örtliche Wasserversorgung neu gebaut oder verstärkt werden müssen, kann der Wasserversorger einen Baukostenzuschuss oder einen Anschlussbeitrag erheben. Der Baukostenzuschuss kann über die Straßenfrontlänge oder über die Grundstücksgröße, aber auch über die Geschossfläche oder die Zahl der Wohnungseinheiten bemessen werden. Andere Wasserversorger erheben anstelle eines Baukostenzuschusses, entsprechend der Satzung, einen Anschlussbeitrag.

Wann steht Trinkwasser im ganzen Haus zur Verfügung?

Sobald der Vertragsinstallateur die Trinkwasser-Hausinstallation fertiggestellt und dies dem Wasserversorger gemeldet hat, kann der Wasserzähler montiert und der Anschluss in Betrieb genommen werden.

Was muss ich beim Erneuern oder Stilllegen der Leitung beachten?

Der Hausanschluss muss erneuert werden? Wegen Leerstand wird über einen längeren Zeitraum kein Trinkwasser benötigt? Oder das Haus soll gar abgerissen werden? Stimmen Sie sich in solchen Sonderfällen rechtzeitig mit Ihrem Wasserversorger ab.

 

 

Infoblatt Trinkwasser-Hausanschluss

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem » Infoblatt "Trinkwasser-Hausanschluss".

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