Wasserhärte – was ist das eigentlich?

Trinkwasser ist ein Naturprodukt.

Ob es „hart“ oder „weich“ ist, hängt davon ab, wie hoch der Anteil der so genannten Erdalkalisalze ist. Das sind in erster Linie gelöstes Calcium und Magnesium. Je höher deren Anteil, desto härter ist das Wasser. Calcium und Magnesium werden deshalb auch als Härtebildner bezeichnet, ihr Vorhandensein bestimmt die "Gesamthärte" des Wassers.

Härtegrade gemäß Wasch- und Reinigungsmittelgesetz
Härtebereich Grad der Härte (°dH) Calciumcarbonat (mmol/l)
weich 0 - 8,4 unter 1,5
mittel 8,4 - 14 1,5 - 2,5
hart 14 - 21 über 2,5
„Weiches“ Trinkwasser hat gegenüber „hartem“ Trinkwasser eine ganze Reihe von Vorteilen:

 

  • Es gibt Kaffee und Tee einen hervorragenden Geschmack.
  • Hausfrauen und -männer freuen sich über die Tatsache, dass alle Geräte, die mit Wasser arbeiten, keine Probleme mit Verkalkungen bekommen.
  • Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kaffeeautomaten leben länger, ganz ohne Entkalkungsmittel.
  • Der Waschmitteleinsatz kann auf ein Minimum reduziert werden. Das schont den Geldbeutel und besonders die Natur.

 Aus medizinischer Sicht betrachtet, enthält hartes Wasser jedoch mehr von den wichtigen Mineralien Calcium und Magnesium.

Mineralien – die Würze unseres Trinkwassers

Neben den bereits genannten Mineralien enthält unser Trinkwasser noch eine ganze Reihe weiterer Mineralien und Spurenelemente, die für unseren Körper lebensnotwendig sind.

Im Einklang mit einer gesunden Ernährung liefern die Mineralien unseres Trinkwassers einen Teil des täglichen Bedarfs.

 

  • Natrium regelt den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und ist wichtig für Nerven- und Muskelfunktionen
  • Chlorid regelt die Wasserverteilung im Körper als Bestandteil der Magensäure und fördert die Verdauung
  • Calcium ist am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt, ist ein wichtiger Faktor bei der Blutgerinnung und reguliert die Herzaktivität
  • Magnesium ist an zahlreichen Stoffwechselfunktionenbeteiligt
  • Fluorid ist wichtig für den Aufbau der Knochen- und Zahnstruktur

Übrigens:

Die Wasserversorgungsunternehmen sind verpflichtet, den Härtebereich des Trinkwassers mitzuteilen. In der Regel erfolgt die Mitteilung mit der jährlichen Wasserabrechnung.

 


Das Wasser in Sachsen und Thüringen entspricht meist dem Härtebereich 1 (weich) - 2 (mittel).

Unser Tipp

Kalkablagerungen an Armaturen, Spülbecken und Haushaltsgeräten lassen sich ganz einfach mit Zitronen- oder Essigsäure bzw. Essigreiniger entfernen.

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